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Tipps und Tricks fürs Erfinden - die Entwicklung einer kreativen Idee  

Egal, in welchem Bereich Sie tätig sind, kreative Einfälle kommen immer gut an und können Sie auf der Karriereleiter nach oben bringen. Doch nicht jedem ist ein innovativer Geist in die Wiege gelegt worden. Oder Sie verfügen über die nötigen Fähigkeiten, aber Ihre Kreativität ist blockiert. Vielen Menschen passiert es heutzutage, dass sie durch Stress, Leistungsdruck, Sorgen oder straffe Hierarchien im Job verlernt haben frei zu denken. Freies Denken - das „über den Tellerrand schauen“, das Verknüpfen, das Erkennen von Zusammenhängen oder von Problemen – ist die Voraussetzung für die Ideenfindung. Der folgende Artikel liefert Ihnen wichtige Tipps, wie Sie Ihren Geist freimachen und Ihre Kreativität wieder neu aktivieren können.

Für Erfinder, aber auch für Start-up-Unternehmen sind frische Ideen essenziell. Man muss aber nicht Gyro Gearloose sein oder über eine Denkkappe verfügen, um die grauen Zellen zum Ideenbrüten anzuregen. Das richtige Mindset oder eine gute Strategie kann schon ausreichen, um interessante Produkte oder neue Konzepte zu entwickeln. Helfen Sie Ihrem inneren Erfinder ans Licht! Seien Sie kreativ!

 

Das richtige mindset für Erfinder

Der richtige Geisteszustand ist für kreative Menschen das wichtigste Werkzeug. Lassen Sie Sorgen oder kleine Alltagsprobleme hinter sich. Versuchen Sie, Ihren Geist nicht mit unnötigen Dingen zu belasten. Fällt es Ihnen schwer, sich von solchen Beschränkungen oder eingefahrenen Denkbahnen zu lösen, versuchen Sie Techniken wie Yoga oder machen Sie lange Spaziergänge. Oft hilft es auch, sich eine Umgebung zu schaffen, die inspirierend wirkt. Sammeln Sie Dinge, die Ihr Interesse wecken und das Denken in eine neue Richtung lenken. Das können Zeitungsartikeln sein, aber auch Bilder, Sprüche sowie ungewöhnlich geformte Gegenstände. Oder besuchen Sie Orte, auf die Sie schon lange neugierig waren und die ihren Geist stimulieren. Zudem ist es wichtig, sich genug Ruhe zu gönnen. Kreative Menschen können sich stundenlang auf eine Sache fokussieren; sie schlafen aber auch viel. Nur so hat das Unterbewusstsein Zeit, Dinge zu verarbeiten und neue Verknüpfungen herzustellen

 

Ansätze zur Ideenfindung

Um es Menschen oder Neu-Unternehmern zu erleichtern, Ideen zu entwickeln, haben sich sogenannte „Kreativitätstechniken“ etabliert. Dabei handelt es sich um Strategien, mit denen bestehende Konzepte in neue umgewandelt werden sollen. Es braucht also nicht immer eine völlig neue Erfindung. Häufig reicht es, die Probleme in vorhandenen Konzepten zu erkennen und zu studieren, um Lösungen zu finden.

Die Auflistung enthält häufig genutzte „Kreativtechniken“. Fünf davon werden in den folgenden Abschnitten näher erläutert.

  • Problemerkennung
  • Kombination bestehender Konzepte
  • Trends nutzen
  • Erfahrungen nutzen
  • Brainstorming
  • Mindmapping
  • Rollenspiele (z. B. Walt Disney Methode)
  • Kopfstand (Herausfinden, was nicht funktioniert)
 

Probleme erkennen und Lösungen finden

Die erste Möglichkeit zu innovativen Konzepten zu gelangen, ist das Herausgreifen eines Problems, das bei einem aktuellen Konzept noch besteht. Neue Entwicklungen sind oft nicht perfekt oder praktikabel und müssen im Laufe der Zeit verfeinert werden. Finden Sie etwas aus Ihrer Branche, das den Zeitgeist beschäftigt, aber noch verbessert werden kann, lassen Sie Ihren Geist darüber brüten. Je mehr Sie Ihrem Unterbewusstsein erlauben, sich mit der Frage zu beschäftigen, desto schneller wird es mögliche Lösungen generieren. Die Idee für das E-Bike gab es schon vor etwa 150 Jahren, doch die schweren Motoren haben den Erfolg der Erfindung - im wahrsten Sinne des Wortes - gebremst. Erst mit der Herstellung kleiner und leichter Lithium-Ionen-Akkus erlangten sie in den 1990er Jahren neuen Ruhm.

 

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Die Kombination von bestehenden Konzepten

Eine weitere Möglichkeit Kunden, Chefs oder Produkttester zu überzeugen, ist alte Konzepte zu kombinieren und ein besseres – innovatives – daraus zu erschaffen. Duschgel und Shampoo sind funktionierende Konzepte. Der Großteil der Menschen braucht und nutzt sie. Für Vielreisende und Vielflieger war die Kombination von beidem in einer Flasche eine platzsparende und willkommene Innovation. Und eben für diese Menschen könnte auch die zahncremespendende Zahnbürste der Zukunft von großem Interesse sein.

 

Trends erkennen und nutzen

Möchten Sie eine neue, interessante Lösung generieren, die einen gesellschaftlichen Nutzen bringt, dann sollten Sie sich mit dem Zeitgeist auseinandersetzen. Wissen, was Menschen gerade beschäftigt - was kommt besonders gut an, worüber wird sich beschwert – kann hilfreich sein, um Ansatzpunkte für Ideen zu finden. Wer hieraus die Trends der Zukunft ersehen kann, ist klar im Vorteil. Manchmal hilft es auch, Patentdatenbanken zu durchsuchen und herauszufinden, was in der entsprechenden Branche schon angemeldet worden ist, aber sich noch nicht durchgesetzt hat. Lösungsansätze nach so einer Patentrecherche könnten ein neues Patent ergeben.

 

Viele Ideen zulassen und die Richtige auswählen

Eine andere Methode, eine gute Idee zu entwickeln ist es, mehrere Ideen zuzulassen. Dieser Trick hat weniger mit Brainstorming zu tun, als mit Motivation. Zunächst einmal muss Ihnen das Problem wichtig sein und Sie müssen Lösungen finden wollen. Erfinder zeichnen sich meist durch einen hohen Tatendrang und eine hohe Produktivität aus. Nicht alles ist nutzbar, aber vielleicht alle sechs Monate ist eine Idee dabei, die herausragend ist. Eine zweite Voraussetzung ist, dass Sie sich in den Gebieten über die Sie nachdenken, auskennen. Versuchen Sie, möglichst viel Wissen zu generieren, in dem Gebiet, in dem Sie arbeiten sowie in den angrenzenden Themenbereichen. Lesen Sie alles, was Sie dazu finden. So liefern Sie Ihrem Gehirn den nötigen Sprit.

Unternehmen können Ihren Mitarbeitern die Möglichkeit bieten, Ihre Fähigkeiten in vielen unterschiedlichen Bereichen zu entwickeln. Zu viele Unternehmen beschränken sich auf einen Fachbereich und fördern nur Fortbildungen in dem einen Gebiet, was die Ideenentwicklung hemmt. Ideen kommen zustande, indem Wissen und Erfahrungen aus mehreren Fachbereichen kombiniert werden.

 

Brainstorming hemmt Kreativität

Ebenso setzen viele Unternehmen noch immer auf Brainstorming, um neue Ideen für den Betrieb zu finden. Sie versammeln Mitarbeiter in einem Raum und fordern sie auf, möglichst viele Ideen vorzuschlagen. Auch völlig absurde Ideen sind erwünscht. Doch oft sind die schwachen Vorschläge später nicht zu gebrauchen. Woran liegt das? Kreativität findet selten zu einem bestimmten Zeitpunkt oder unter Druck statt. Wie oft kommt es vor, dass einem gerade in solchen Situationen gar nichts mehr einfällt. Viel sinnvoller ist es, bestehende Probleme anzusprechen und nach einiger Zeit ein zweites Treffen anzusetzen - nachdem alle Beteiligten Zeit hatten, sich damit auseinanderzusetzen. Auch Rollenspiele können sinnvoll sein, um Probleme aus einer neuen Perspektive zu betrachten, z. B. aus der des Kunden. Das kann helfen, neue Nachfragen zu erschließen und einen Markt zu generieren, der noch nicht gesättigt oder von Konkurrenz geprägt ist („Blue Ocean-Strategie“).

 

Nach der Erleuchtung - Was tun mit der Idee?

Ist der Heureka-Moment endlich eingetreten, stellt sich die Frage, was man tun kann, um seine Idee zu schützen. Da kreativer Fortschritt gefördert werden soll, ist die Protektion einer Idee allein nicht möglich. Hier hilft nur Verschwiegenheit, bis eine Umsetzung erfolgt ist. Die Verkörperung der Idee unterliegt aber dann dem Urheberrecht und kann, wenn es sich um eine gewerblich nutzbare Sache handelt, zum Patent angemeldet werden. Sehen Sie sich hierzu auch gerne die anderen Beiträge auf der Website an („Die Erfindung umsetzen“ und „Warum sollten Sie Ihre Erfindung schützen?“). Der Patentschutz beträgt maximal 25 Jahre.

Ist weder Urheberrecht noch Markenrecht angemeldet, gilt die Nachahmungsfreiheit. Das heißt, auch neue Ideen dürfen genutzt werden, um sie auf innovative Weise umzusetzen.

 

Fazit

Möchten Sie neue Ideen entwickeln, suchen Sie sich Themenbereiche, die Ihnen wichtig sind. Nur so haben Sie genug Motivation, das nötige Wissen für den Prozess der Ideenfindung zu generieren. Greifen Sie sich Probleme aus diesen Bereichen heraus und versuchen Sie, viele mögliche Lösungen zu finden. Es haben sich zahlreiche „Kreativtechniken“ im Businessbereich etabliert. Nutzen Sie nur diejenigen, die Sie von vorneherein ansprechen und die für Sie funktionieren. Ist die Idee da, gilt es sie geheim zu halten, bis eine Umsetzung erfolgt ist. Danach ist es möglich, die Erfindung auch rechtlich schützen zu lassen.